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Mein Kampf

Ich würde gerne für jene kämpfen

die zwischen allen Stühlen sitzen.

Die leise spähend durch die Ritzen,

nur von fern ein Stückchen Welt stibitzen.

 

Für die, die verschämt in Gossen, Rinnen, Schenken,

ihren geheimen Lüsten frönen.

Und die oft schmerzvoll sich verrenkend,

einen Ausweg suchen.

 

Für die, die nicht so waren wie sie sind,

heute können sie nicht mehr anders sein,

geformt von ihren Trieben und vom Wind,

lassen sie sich täuschen vom puren Schein.

 

Ich, ich kann nicht mehr, will nicht mehr kämpfen,

kämpft ihr allein.

Euch wird niemand helfen.

Ihr seid allein!

 

Aber Gott…! Was kann der schon tun?

 

Gott…, bittet IHN,

Er kann helfen.

Und er wird es tun!

Nur…, bittet IHN

 

Klaus Dieter Bresselschmitt