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Unheimlich unsortiert

  • Ab Fünfzig haben die Meisten auf Klassentreffen nichts verloren. Außer Illusionen.
  • Alle unsere Gedanken und Emotionen drücken sich durch unseren Körper aus. Gegen diese Körpersprache ist nichts zu einzuwenden , aber auf der Waage kann der Wortschatz ganz schön lästig sein.
  • Am Ufer des Atlantiks:
    • Der Optimist: Wenn einer auf dem Wasser gehen konnte, schafft es auch ein Zweiter!
    • Der Pessimist : Und wenn schon - drüben ist ja doch nur Amerika...
    • Der Visionär : Ich sehe die vierspurige Brücke bereits vor mir...
    • Der Investment-Banker: Und den FUTURE BRIDGE -Fond verwalten wir wieder von den Bahamas aus.
  • Aus gutem Grund ist unsere Muttersprache Basis aller Kommunikation. Väter sind häufig sprachlos. Mütter können sich das nicht leisten, sonst kommen die Kinder nicht rechtzeitig in die Schule.
  • Bei manchen Begegnungen muss man leider die Erfahrung machen, dass es nicht nur den inneren Schweinehund gibt.
  • Bei manchen Rednern beruhigt nicht einmal die Gewissheit, dass ihnen nur 26 Buchstaben zur Verfügung stehen Bei meinem Körper handelt es sich offensichtlich um eine Beta-Dauer-Version. Kein technisches Upgrade hat mich bisher voll überzeugt
  • Bei meiner Geburt hatte ich Glück. Ich kam mit zwei blauen Augen davon.
  • Beim Anblick mancher Starlets liegt es nahe, eine schöne Erkenntnis von Antoine de Saint-Exupéry realitätsnah leicht zu aktualisieren: Man sieht zwar nur mit dem Herzen gut, aber das Wesentliche ist auch mit den Augen sichtbar.
  • Das Angebot an typgerechten Sportarten wird immer vielfältiger. Ich persönlich vermisse noch gewaltfreies Boxen.
  • Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen. Wir brauchen 4 dazu: B-a-n-k.
  • Dass ein Held so schnell zum Trottel wird, stört mich an den Boulevard-Medien weniger, es entspricht der Realität. Gefährlich ist nur, wie schnell die Medien einen Trottel zum Helden machen können. Der Erfolg der meisten Computer-Spiele hat einen einfachen Grund: Hiebe auf den ersten Klick.
  • Dass unsere Muttersprache ihre schönsten Worte so unfair aufteilt, kann nicht mit rechten Dingen zugehen.
  • Ich klage deshalb einige Autoren der Erbschleicherei an.
  • „Der Bessere möge gewinnen!“, ist  als Wunsch möglicherweise zu eng mit den Olympischen Spielen assoziiert. Vielleicht funktioniert er deshalb nur alle vier Jahre.
  • Der Fluch „Fahr zur Hölle!“ hat logistisch an Schrecken verloren. Bei der Bundesbahn sind die Ankunftszeiten völlig offen.
  • Der Gegensatz von Aufgaben und Aufgeben ist größer als der zwischen Gustav und Gasthof.
  • Der Optimist ist sich sicher, dass er die Nadel im Heuhaufen findet. Der Realist schaut erst mal, ob es überhaupt einen Heuhaufen gibt. Der Pessimist weiß aus zuverlässiger Quelle, dass der Faden sowieso nicht hält.
  • Der Pessimist sollte China-Lokale meiden: eine Glückskeks-Allergie ist nie ganz auszuschließen
  • Der Schwabe zieht Langeweile Langweilern vor. Langeweile ist längst nicht so spesenintensiv.
  • Die alten Griechen entschieden sich weitsichtig für trendsichere Architektur. Sie bauten Ruinen.
  • Die Frage „Darf Satire alles?“ lässt sich leichter beantworten als: Wer alles darf Satire?“
  • Die gute Nachricht: Gewissensbisse sieht keiner. Die schlechte: sie vernarben nicht.
  • Die Kindersendung „ Sesamstraße“ heißt im israelischen Fernsehen „ Sumsum“, Im palästinensischen „Simsim“. Noch Fragen zur Existenzberechtigung der UNO?
  • Die Landung auf dem Mars ist technisch nur noch eine Frage der Zeit. Schwer zu erklären, warum der Lift zum siebten Himmel so häufig bereits in der 2. Etage stecken bleibt.
  • Die Medizin kann von den Medien lernen. Was Wahrheit betrifft, macht die Desensibilisierung größere Fortschritte als gegen Birken-Pollen
  • Die meisten Hypochonder sterben nicht an ihrer Krankheit, sondern am Beipackzettel.
  • Die Mode reagiert einfühlsam auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen. So sind angesichts der internationalen Bankenkrise Pumphosen gerade absolut out.
  • Die Pressefreiheit steht unter Gottes besonderem Schutz, sonst würden mehr Chefredakteure vom Blitz getroffen
  • Die wirklich großen Dichter gelangen ja erst nach ihrem Tod zu Berühmtheit.
  • Die zwei stärksten Motive für vegetarische Ernährung sind Tierliebe und die Analyse von Gulasch- Konserven.
  • Du kannst problemlos vieles vergessen. Aber vergiss nie, wie vergesslich du bist.
  • Ein bisschen Stehsatz lässt sich nie vermeiden. Der Aphoristiker von heute lebt im Schatten sehr hoher, sehr alter Bäume.
  • Ein Mensch wie du und ich dürfte über fantastische Talente verfügen, aber wohl nie unter 150 Kilo wiegen.
  • Ein Schauspieler wirkt nur dann wirklich authentisch, wenn er auch im Dialekt schweigen kann.
  • Engel sollten sich parteipolitisch vorsichtig verhalten. Immer wieder hört man von heftigen Flügelkämpfen.
  • Einige unserer Politiker waren schon immer ihrer Zeit voraus. Sie riskierten bereits eine große Lippe, lange bevor Botox auf den Markt kam
  • Es gibt für mich einige gute Gründe, weiter zu leben. Dazu zählt Bescheidenheit.
  • Es gibt jede Menge Möglichkeiten, Farbe ins Alter zu bringen. Im Gegensatz zur Haartönung sind viele andere erfreulicherweise gratis.
  • Esoterik-Regeln pauschalisieren häufig. Ich tendiere deshalb zum persönlich modifizierten Mantra z.B.:
    • Geh einmal im Jahr an einen Ort, an dem du vorher nie gewesen bist: z.B. in eine Werbeagentur ohne frustrierte oder verkannte Kreative.
    • Lebe ein ehrenwertes Leben, denn wenn du älter wirst und zurückdenkst, kannst du es doch nicht mehr ändern.
    • Bei Unstimmigkeiten mit deinen Lieben halte dich nur an die augenblickliche Situation. Der Ärger von morgen kommt früh genug.
    • Teile dein Wissen! Warum sollten nicht auch andere keinen Erfolg mit Geldanlagenhaben.
    • Denke daran, dass mit vollem Mund Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
    • Verbringe an jedem Tag etwas Zeit für dich allein. Deine Kollegen werden es dir danken.
  • Forderung des Rainer Calmund-Fanclubs an das Fernsehen:„Der Runde muss ins Eckige!“
  • Fortschrittliche Psychologen fordern zu Recht mehr Bauch-Gefühl.
  • Konsequenz ist auch anatomisch angebracht. Mehr Bauch allein kann nur der Anfang sein.
  • Für erfolgreiche Fernseh-Köche treten einige bewährte Küchenregeln außer Kraft. Von weiteren Untaten am Induktionsherd würde die nicht einmal kaltes Wasser abschrecken.
  • Für mein Übergewicht sind meine Gene verantwortlich. Immer wieder erstaunt mich, wie viele davon im Supermarkt auf einen einzigen Einkaufswagen passen.
  • Gegen Selbstgespräche ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Man sollte sich nur häufiger widersprechen.
  • Gerade unter romantischen Rahmenbedingungen sollte man bei seinen Statements sprachlich besondere Sorgfalt walten lassen. „Seit ich dich zum ersten Mal sah, habe ich Pfifferlinge im Bauch“ ist bestenfalls gut gemeint.
  • Große Reden sind meist das Resultat aus einfachem Ablesen einfacher Texte, die nur deshalb so einfach klingen, weil es sich der Autor damit nicht einfach machte.
  • Hollywood-Treatments in Stenogrammform: Western Er.Er.Er. Melodram Sie. Er.Er.Es.Sie.Es. Problemfilm Sie.Er.Er.Sie.Er.Er.Sie. Sie.
  • Ich arbeite an einem Psycho- Diät-Ratgeber. Er fußt auf Erfahrungen in meiner Familie. Daraus resultierende Gewichts-Reduzierungen von 10 Kilo und mehr sind zertifiziert. Ich werde damit die oft ungenutzten Chancen in den Blickpunkt rücken, die in gezielter, sensibler Dialogführung liegen. Hier 2 Beispiele:„Ich habe zugenommen“ -„Auf den ersten Blick sieht man das kaum“
    „Auch Korpulenz hat für manche einen ganz eigenen Charme“
    „Halb so schlimm. Hast du neulich Rainer Calmund gesehen?“
    „Ich habe in letzter Zeit nicht zugenommen“
    „Gerade in deinem Fall ist das auch gut so“
    „Dann habe ich mich getäuscht. Kann auch am Rock liegen..“
    „Diesen Pullunder solltest du nicht mehr tragen-aber er könnte einem Enkel passen“
    „Ich wusste doch, dass es nicht stimmt, was neulich Annette von dir erzählte“
  • Ich kenne meine Schwächen genau. Leider kennen meine Schwächen mich noch genauer.
    • Ich plädiere für eine Erweiterung der deutschen Grammatik um den „Ampel- Konjunktiv“: Beispiel: Wenn ich eine Million gewönne, würde ich sie mit Freunden teilen, wenn ich Freunde hätte
  • Ich wollte schon immer schreiben wie Sinatra sang. Es klappt nicht ganz, aber wenigstens singe ich inzwischen, wie er schrieb.
  • „Ich wünschte, es wäre alles wie früher“ - Das ist Klassentreffen „Ich wünschte, es wäre endlich soweit..“-Das ist Reisebüro „Ich wünschte schon immer, es wäre wie heute!“ - Das ist Glück.
  • Immer wieder erstaunt mich, was ein guter Kartoffelsalat für die Chakra-Balance zu leisten vermag.
  • In 5 Minuten ohne Jo-Jo-Effekt 5 Kilo für immer los? Recyceln Sie einfach Ihre alten Diät-Ratgeber!
  • In manchen Fällen ist Flachmann für Fachmann kein übersehener Druckfehler, sondern spricht für die Menschenkenntnis des Lektors.
  • In Zukunft werde ich jedenfalls meinen Wagen nicht mehr auf einem Frauenparkplatz abstellen.
  • Keiner hat es leicht. Selbst manche Diamanten sind ein Leben lang fassungslos.
  • Keiner schwieg so virtuos wie er. Er war unbestritten ein Champion der nicht gesagten Worte.
  • Krankenkassen schätzen Analphabeten, denn die brauchen nie eine Lesebrille.
  • Lebende Legende klingt mir zu sehr nach Zombie. Wenn schon, wäre ich gerne eine lebendige Legende.
  • Leider stört oft bereits der Besuch am Ostermontag die Vorfreude auf die Weihnachtsfeiertage
  • Männer, die Frauen gerne hänseln, seien gewarnt: es wird immer häufiger auch gegretelt!
  • Man hört nie von einer Buhfrau. Die Monopol-Stellung des Buhmannes scheint mir politisch unkorrekt und kartellrechtlich bedenklich.
  • Man sieht immer nur, was man sehen möchte. Diese alte Weisheit bleibt aktuell - allerdings nur bei ausgeschaltetem Fernseher.
  • Man sollte den Himmel nicht überstrapazieren. Ich muss nicht unbedingt trockenen Fußes durchs Rote Meer. Mir reicht als Wunder schon die A8 ohne Stau.;
  • Man sollte sorgfältiger adressieren. Das gilt für jeden. Wie oft schon ist ein Geschenk des Himmels versehentlich beim Nachbarn gelandet.
  • Manche Politiker bestechen immer wieder durch ihre flüssige Rhetorik. Sie quacksalben jede Rede besonders gründlich.
    • Manch Redner begnügen sich nicht damit, ihr Thema zu vertiefen. Sie versenken es sogar.
  • Mein Herzschrittmacher bietet eine Laufzeit-Garantie über 200 Jahre. Die Natur sollte unbedingt einige ihre Service-Leistungen dem Fortschritt anpassen.
  • Meteorologische Grundkenntnisse sind in vielen Lebensbereichen nützlich. Sie erleichtern auch die Unterscheidung zwischen einem stürmischen und einem windigen Liebhaber.
  • Mit der Sprache ist es wie mit dem Fußball. Es grätscht sich leicht. Aber wer Spaß am Spiel hat, verdribbelt sich häufig.
  • Nedrew uz neseleg sträwkcür ,terw se dnis emordnilap eginew. Wenige Palindrome sind es wert, rückwärts gelesen zu werden.
  • Nicht wenige vermeiden instinktiv die Problematik des Multi-Tasking Sie verzichten vorsichtshalber bereits auf Mono-Tasking.
    • Nichts ist so unergründlich wie die grundlose Gründlichkeit eines Bürokraten.
    • Nur der Computer verschafft dir das Hochgefühl, in Sekundenschnelle mit einem Tastendruck Probleme zu lösen, von denen du ohne ihn ein Leben lang nichts erfahren hättest.
    • Perfekte Dialogführung wäre das Einfachste der Welt, wenn man nicht auch noch zuhören müsste.
  • „Pflegen Sie ein Hobby?“ Im Gegenteil. Das Hobby pflegt mich.
  • Prominente setzen alles daran, in der Öffentlichkeit ihr Gesicht zu wahren. Einige sollten es besser noch vor der Öffentlichkeit verwahren.
  • Regel 1: Regeln Regeln Regeln, regeln Regeln Regeln regelmäßig mäßig.
  • Rhetorik ist die Kunst, etwas mündlicher zu sagen als es andere können.
  • Schönheitsoperationen sind selten gratis. Meistens kosten sie das Gesicht.
  • Schriftsteller lassen sich generell  in zwei Kategorien einteilen. Die einen schreiben, was ihnen einfällt - aus dem Bauch heraus. Die anderen schreiben, was ihnen nicht einfällt -aus dem Gedächtnis.
  • Seit Noah weiß man: speziell für Singles ist nicht immer Land in Sicht.
  • Sollte sich eine Schauspielerin in ihrem Geburtsjahr irren, ist dafür ausschließlich das Kurzzeitgedächtnis verantwortlich.
  • Ständig stellt uns die Sprache vor Rätsel. Warum ist ein Stuhl, den man verrückt, nicht immer auch ein verrückter Stuhl? Warum eigentlich kann man laufend Modell stehen, aber nicht stehend Modell laufen?
  • Tennisspieler und Leser haben eines gemeinsam: die Hoffnung auf den Seitenwechsel.
  • Umdenken ist angesagt. Auch im Kampf um Gleichberechtigung sollte mehr Raum sein für Humanität und Toleranz.
  • Uneingeschränkte Bewunderung langweilt.
  • „Verzeih mir meine Ungeduld, aber wenn für dich gleich nicht sofort bedeutet, bist du mir ab sofort gleich!“
  • Viele Aphorismen basieren sprachlich auf einer alten Fußball-Tradition: durch Wortkampf zu Wortspiel!
  • Viele Wahlversprechen verstoßen gegen das Tierschutz-Gesetz. Es ist verboten, Katzen im Sack auf den Markt zu bringen.
  • Vom Tretboot aus besonders gut zu beobachten: Nichts bewegt sich so wenig wie eine Segel-Yacht bei Windstille.
  • Wahre Freunde verzeihen sich gegenseitig ihre Dummheiten. Deshalb schließe ich eine Freundschaft mit meinem Computer generell aus.
    • Was Apfelkuchen und Gesellschaftspolitik betrifft, vertrete ich die gleiche Maxime: Am wichtigsten ist die Mittelschicht.
  • Was meine Figur betrifft, so geht es mir in dieser Saison wie dem Karlsruher Sportclub. Wir haben uns beide nur in der Breite verstärkt.
  • Wenn du Rentner wirst, gilt es ein internes Kommunikations-Problem zu lösen. Dein Kopf sagt dir: „ Endlich kannst du tun, was du willst“ Jetzt musst du nur noch deinem Körper klarmachen, dass er will, was du tust.
  • Wenn es stimmt, dass dumme Männer vor gescheiten Frauen davonlaufen, warum geben die sich dann soviel Mühe, sie einzuholen?
  • Wenn ich Zeitung lese, ist mein Sportteil der Sportteil Der Sportteil meiner Frau sind die Todesanzeigen.
  • Wenn man den Inhalt mancher Bücher betrachtetet, stellt sich zwingend die Frage nach dem Sinn des Schutzumschlags.
  • Wenn man sich im Alter an bestimmte Worte nicht mehr erinnern kann, ist das ein sicheres erstes Anzeichen für Dings.
  • Wer ständig in der Vergangenheit lebt, erspart sich Computer-Updates. Allerdings läuft er Gefahr, unter eine Pferde-Droschke zu kommen.
  • Wer Zitate verfälscht oder verfälschte Zitate in Umlauf bringt, handelt rechtswidrig. Als strafmildernd für den Täter ist zu berücksichtigen, wenn er damit Sprache und Logik dient
  • Wie heißt der, der die, die die, die der, der das designt, kennt?. Kennedy?
  • Yoga verjüngt. Wer sich mit 75 auf den Kopf stellt, fühlt sich vorübergehend wie 57.
    • Zitiere dich selbst! Das hat wenigstens den Vorteil, dass dich kein Studienrat korrigieren kann.
  • Zu den Hypochondern gehörte ich nie. Im Gegenteil: Auf die Begegnung mit ihnen reagiere ich allergisch – mit Hautirritationen, Schluckbeschwerden und kreisrundem Haarausfall.
  • Zu gerne wüsste ich von der Regierung aus erster Hand, wie es um die Nation steht. Aber steht sie überhaupt? In offtziellen Statements ist immer nur von ihrer Lage die Rede. Es ist zu befürchten, dass sie einfach nicht auf Beine kommt.
  • Zum Glück bleibt mein Leben als Autor spannend.