Arroganz ist die Karikatur des Stolzes.
Der Umgang mit Menschen ist wahrer Umgang. Man geht ewig umeinander herum, ohne sich näher zu kommen.
Die Schwester der Gleichgültigkeit ist die entsetzliche Langeweile, ihr Bruder der Müßiggang; eine furchtbare Sippschaft.
Es gibt keine alte und moderne Literatur, sondern nur eine ewige und eine vergängliche.
In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt. gefunden von Gerhard Bendig
Man hat nur auf so viel Freude und Glück Anspruch, als man selbst gewährt.
Man sollte nur den Umgang solcher Menschen suchen, denen gegenüber man sich zusammennehmen muss. gefunden von Gerhard Bendig
Ohne Leiden bildet sich kein Charakter.
Pläne sind die Träume der Verständigen.
Wahre Ruhe ist nicht Mangel an Bewegung, sie ist Gleichgewicht der Bewegung.
Wer unter Toren schweigt, lässt Vernunft, wer unter Vernünftigen schweigt, Torheit vermuten.

Ernst Maria Johann Karl Freiherr von Feuchtersleben (* 29. April 1806 in Wien; † 3. September 1849 ebenda) war ein österreichischer Popularphilosoph, Arzt, Lyriker und Essayist.
Der Sohn des österreichischen Hofrats Ernst von Feuchtersleben (1765-1834) studierte seit 1825 an der Universität Wien Medizin, wurde 1834 zum Dr. med. promoviert und eröffnete später eine Privatpraxis in der Wiener Vorstadt. Er verkehrte in den intellektuellen Zirkeln der Stadt und pflegte u.a. Umgang mit Franz Grillparzer, Franz Schubert, Franz von Schober, Johann Mayrhofer, Romeo Seligmann, Adalbert Stifter und Friedrich Hebbel. Sein Halbbruder war der Bergbauingenieur und Literat Eduard von Feuchtersleben (1798-1857).
Feuchtersleben veröffentlichte Gedichte (1836) sowie zahlreiche literarische, ästhetische und kritische Aufsätze für Journale und Almanache. 1838 erschien seine weitbeachtete Schrift Zur Diätetik der Seele, ein Lebenshilfebuch zur Erlangung sittlicher Gesundheit, das zum bürgerlichen Hausbuch und Bestseller des 19. Jahrhunderts avancierte. Seit 1840 Sekretär der Gesellschaft der Ärzte, wurde er 1844 Professor der Psychiatrie an der Universität Wien. Seine Vorlesungen über medizinische Psychologie brachte er 1845 unter dem Titel Lehrbuch der ärztlichen Seelenkunde heraus, ein Grundwerk der medizinischen Psychologie und Psychiatrie, das mehrfach in andere Sprachen übersetzt wurde [1]. Literaturgeschichtlich bedeutsam sind auch seine Aphorismen.
Als Liberaler begrüßte Feuchtersleben begeistert die Wiener Märzrevolution 1848 in Wien, doch ging er wie viele gemäßigte Konstitutionalisten seiner Generation bald auf Distanz zu der Radikalisierung der Revolutionsereignisse und -forderungen.
Er ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof
Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie