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Ebner-Eschenbach, Marie von

  • Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.   
  • An dem Manna der Anerkennung lassen wir es uns nicht genügen, uns verlangt nach dem Gifte der Schmeichelei.   
  • An den Stützen, die wir wanken fühlen, klammern wir uns doppelt so fest.   
  • An Rheumatismus und an wahrer Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.   
  • Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.   
  • Bezeichne dich nicht als arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Wirklich arm ist doch nur der, der nie geträumt hat.
  • Das Alter verklärt oder versteinert.   
  • Das andere Leute kein Glück haben, finden wir sehr natürlich, dass wir selber keins haben, erscheint uns immer unfassbar.   
  • Das Recht des Stärkeren ist starkes Unrecht.   
  • Das unfehlbare Mittel, Autorität über die Menschen zu gewinnen, ist, sich ihnen nützlich zu machen.   
  • Das Vertrauen ist etwas so Schönes, dass selbst der ärgste Betrüger sich eines gewissen Respekts nicht erwehren kann vor dem, der es ihm schenkt.   
  • Dem großen Publikum ist ein Buch nicht leicht zu schlecht, sehr leicht aber zu gut.   
  • Dem Hungrigen ist leichter geholfen als dem Übersättigen.   
  • Der abscheulichste Einbruch ist der in die heiligen Gefühle eines Menschen. gefunden von Gerhard Bendig   
  • Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren unübersetzlichen Worten.  
  • Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit. Sie begründet die Vielherrschaft der Dummen.   
  • Der Ignorant weiß nichts, der Parteimann will nichts wissen.   
  • Der Klügere gibt nach - Eine traurige Wahrheit: sie begründet die Weltherrschaft der Dummen.   
  • Der Maßstab, den wir an die Dinge legen, ist das Maß unseres eigenen Geistes.   
  • Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns allmählich zwingt, in seine Fehler zu verfallen.  
  • Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.   
  • Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.   
  • Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.   
  • Die Güte, die nicht grenzenlos ist, verdient den Namen nicht.   
  • Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben. gefunden bei Hans Jud   
  • Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.   
  • Die kleinsten Sünder tun die größte Busse.   
  • Die meiste Nachsicht übt der, der die wenigste braucht.   
  • Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen.   
  • Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.   
  • Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns den Halt im Leben. gefunden von Sabine Hermann   
  • Die Menschen der alten Zeit sind auch die der neuen, aber die Menschen von gestern sind nicht die von heute.   
  • Die Summe unserer Erkenntnis besteht aus dem, was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben.  
  • Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären lässt.   
  • Ein Urteil lässt sich widerlegen, ein Vorurteil nie.   
  • Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Außerordentliche. Ein hochmütiger Mensch schreibt es sich zu.   
  • Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.   
  • Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei als tausend Feinde zu unserem Unglück.    
  • Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.   
  • Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: - alle dummen Männer.   
  • Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg.
  • Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.  
  • Es gibt keine schüchternen Lehrlinge mehr, es gibt nur noch schüchterne Meister.  
  • Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.   
  • Es ist schlimm, wenn zwei Eheleute einander langweilen. Viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den anderen langweilt.    
  • Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst. gefunden von Gerhard Bendig   
  • Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.   
  • Ganz aufgehen in der Familie heißt ganz untergehen.   
  • Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.  
  • Gelassenheit ist die angenehmste Form des Selbstbewusstseins.   
  • Ihr jubelt über die Macht der Presse - graut euch nie vor ihrer Tyrannei?.   
  • In jede hohe Freude mischt sich eine Empfindung der Dankbarkeit.   
  • Je mehr du dich selbst liebst, je mehr bist du dein eigener Feind.   
  • Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.   
  • Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod.   
  • Man darf anders denken, wie seine Zeit, - sich aber nicht anders kleiden.   
  • 'Man kann nicht allen helfen', sagt der Engherzige und hilft keinem.   
  • Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie zu Tische setzen.   
  • Merkmal großer Menschen ist, dass sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.  
  • Misstraue deinem Urteil, sobald du darin den Schatten eines persönlichen Motivs entdecken kannst. gefunden von Dieter Giersch
  • Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.  
  • Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.  
  • Nichts bist du, nichts ohne die andern. Der verbissenste Misanthrop braucht die Menschen doch, wenn auch nur, um sie zu verachten.   
  • Nichts lernen wir so spät und verlernen wir so früh, als zugeben, dass wir unrecht haben.   
  • Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Versuch, von allen Menschen geliebt zu werden.   
  • Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei.   
  • Nur die allergescheitesten Leute benützen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst.   
  • Rücksichtslosigkeiten, die edle Menschen erfahren haben, verwandeln sich in Rücksichten, die sie erweisen.   
  • Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.   
  • Selbst der bescheidenste Mensch hält mehr von sich, als sein bester Freund von ihm hält.  
  • Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.  
  • So manche Wahrheit ging von einem Irrtum aus.   
  • So mancher meint ein gutes Herz zu haben und hat nur schwache Nerven.   
  • Soweit Deine Selbstbeherrschung geht, soweit geht Deine Freiheit.   
  • Tiefe Bildung glänzt nicht.   
  • Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und tausendmal, bevor du verlangst und forderst.   
  • 'Und ich habe mich so gefreut!', sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?   
  • Vertrauen ist Mut und Treue ist Kraft.   
  • Viele Worte sind lange zu Fuß gegangen, ehe sie geflügelte Worte wurden.   
  • Vieles erfahren haben, heißt noch nicht Erfahrung besitzen.  
  • Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.  
  • Was noch zu leisten ist, das bedenke, was du schon geleistet hast, das vergiss.   
  • Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine gute Ehe.   
  • Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.  
  • Wenn wir auch der Schmeichelei keinen Glauben schenken, der Schmeichler gewinnt uns doch.   
  • Wenn wir eine Freude ganz ungetrübt genießen sollen, muss sie einem Menschen zuteil werden, den wir lieben.   
  • Wenn zwei brave Menschen über Grundsätze streiten, haben immer beide recht.  
  • Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.   
  • Wer nichts weiß, muss alles Glauben.   
  • Wer sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung fähig.    
  • Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher.   
  • Wir sind so eitel, dass uns sogar an der Meinung der Leute, an denen uns nichts liegt, etwas gelegen ist.   
  • Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt.   
  • Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.   
  • Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere Fehler sich bequemer breit machen können.   
  • Wir werden vom Schicksal hart oder weich geklopft. Es kommt auf das Material an.