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Cicero, Marcus Tullis

  • Alle Träume haben einen Grund, und lasst uns bei den unsterblichen Göttern, dass wir diesen nicht durch unseren Aberglauben und unsere Verkehrtheit vergrößern!    
  • Angenehm sind die erledigten Arbeiten.   
  • Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.   
  • Aus bloßen Vorteilsdenken erwächst keine Freundschaft. Nicht äußerer Zwang um irgendwelcher Vorteile willen, sondern freier Wille ist die Grundlage der Freundschaft.   
  • Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.   
  • Buchstaben erröten nicht.   
  • Consuetudo est altera natura. (Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.)   
  • Das Greisenalter, das alle zu erreichen wünschen, klagen alle an, wenn sie es erreicht haben.   
  • Das höchste Recht ist das höchste Unrecht.   
  • Das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein.   
  • Das steht jedem am besten, was ihm am natürlichsten ist.   
  • Den ungerechtesten Frieden finde ich immer noch besser als den gerechtesten Krieg.   
  • Der sichere Freund wird im Unglück erkannt.   
  • Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.   
  • Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.   
  • Der Zorn ist der Beginn des Wahnsinns.    
  • Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.  
  • Die Menschen sind alle so geartet, dass sie lieber eine Lüge als eine Absage hören wollen.
  • Die Menschen verstehen nicht, welch große Einnahmequelle in der Sparsamkeit liegt.   
  • Die Natur hat den Nießbrauch des Lebens gewährt wie den eines Darlehens, für das kein Rückzahlungstermin vereinbart wurde.   
  • Die Natur ist die beste Führerin des Lebens.
  • Dum spiro, spero. (Solange ich atme, hoffe ich.)   
  • E duobus malis minus eligendum est. (Von zwei Übeln ist das kleinere zu wählen.)   
  • Ein Buchstabe errötet nicht.   
  • Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele.   
  • Es ist unmöglich, dass einer nicht am glücklichsten ist, wenn er ganz von sich selbst abhängt, und in sich allein alles hat.   
  • Fange nie an, aufzuhören - höre nie auf, anzufangen.   
  • Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit.   
  • Freundschaft ist Gefühl und Verständnis füreinander und Hilfsbereitschaft in allen Lebenslagen.   
  • Freundschaft ist ja nichts anderes als im Wohlwollen und Zuneigung verbundene Übereinstimmung in allen göttlichen und menschlichen Dingen.   
  • Gedanken sind Zollfrei.   
  • Gibt es etwas Beglückenderes als einen Menschen zu kennen, mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst?
  • Gleichsam wie Gold im Feuer, so wird treues Wohlwollen in Gefahren erkennbar.   
  • Glück regiert das Leben, nicht Weisheit.   
  • Irren ist menschlich, im Irrtum verharren närrisch.   
  • Jeder Mensch kann irren, im Irrtum verharre nur der Tor.   
  • Kein gesunder Mensch tanzt.   
  • Lass jedermann das tun, was er am besten versteht.   
  • Man soll nicht allein auf das achten, was einer sagt, sondern auch darauf, was er sich dabei denkt und warum er es sagt.   
  • Man verdient kein Lob für Ehrlichkeit, wenn niemand versucht, einen zu bestechen.   
  • Nicht nach dem Einkommen, sondern nach den Bedürfnissen muss man das Vermögen eines jeden schätzen.    Nichts, dem Gerechtigkeit mangelt, kann moralisch sein.    Nichts kann nämlich ehrenhaft sein, was der Gerechtigkeit entbehrt.   
  • Nihil agere delectat. (Nichtstun ist angenehm.)   
  • Oft ist der Mensch sein größter Feind.   
  • Reden lernt man durch reden   
  • Die Autorität des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen.   
  • Semper idem. (Immer Derselbe)  
  • Was für ein hässliches Tier ist der Affe und wie sehr ähnelt er uns.   
  • Was ist denn Freiheit? Die Möglichkeit so zu leben, wie du willst.   
  • Wer gut und lange leben will, der lebe langsam.   
  • Wie die Saat, so die Ernte.   
  • Wohltaten am falschen Orte ist gleich einer Übeltat.   
  • Zufriedenheit mit seiner Lage ist der größte und sicherste Reichtum.   
  • Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.